Erziehungsbeistandschaft

Ein verlässlicher Mensch an deiner Seite

Der Erziehungsbeistand unterstützt Kinder und Jugendliche bei Entwicklungsproblemen, unter Einbeziehung des sozialen Umfelds und mit dem Ziel der Verselbstständigung.

Der Ansatz

Das Kind als Individuum

Anders als in der Familienhilfe steht hier nicht das gesamte Familiensystem im Fokus, sondern das Kind oder der Jugendliche als eigenständige Person.

Es geht um den Aufbau einer positiven Beziehung: mit einfühlsamer Nähe und fachlich geprägter, kritischer Distanz. Vertrauen und Akzeptanz sind die Basis.

Mutter spielt mit ihren drei Kindern auf dem Boden.

Aus der Praxis

Jede Geschichte ist anders

Eine Teenagerin sitzt traurig auf der Treppe in der Schule. Auf ihrem Schoß liegen Ordner und Hefter.

Y., 14 Jahre

Sie hat seit der Einschulung Probleme im schulischen Kontext. Im familiären Rahmen ist keine Lösung möglich. Der Druck steigt für alle.

Mit Unterstützung eines Erziehungsbeistands wird ein alternatives Schulkonzept gefunden. Y. ist entlastet, die familiären Spannungen sinken spürbar.

B., Teenager

Er lebt mit seiner psychisch erkrankten Mutter. Als Kind hat er sich bereits um sie gekümmert, seine eigene Bedürfnisse blieben auf der Strecke.

Eine männliche Fachkraft wird ihm zur Seite gestellt: identifikationsstiftend und unterstützend dabei, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und zu formulieren.

Ein Teenager mit Kaputze auf dem Kopf sieht traurig in die Ferne

Was Erziehungsbeistandschaft ausmacht

Einzelbegleitung

Regelmäßige Treffen zwischen Fachkraft und Kind. Ein geschützter Raum für Gespräche und gemeinsame Aktivitäten.

Verselbst­ständigung

Schritt für Schritt lernen, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Familien­einbindung

Der Lebensbezug zur Familie bleibt erhalten. Die Arbeit geschieht nicht isoliert, sondern im Kontext.